Hard Rock Cafe Hollywood City Walk

Gleich vorweg – es gibt hier nicht «das beste» Gitarren-Solo! Die Vorlieben können unterschiedlicher gar nicht sein, sei es im Muskgenre oder was den Gitarristen selber betrifft.

Nichts-desto-trotz: In der Serie «AWESOME GUITAR PARTS» geht es hauptsächlich um Gitarrensolos, welche als absolute Sonderklasse angesehen werden. Gerade bei Live-Versionen und dessen Darbietungen der Gitarristen kommt immer wieder ein extra Schub an Power in Interaktion mit dem Instrument hinzu.
Man kann buchstäblich hören (und sehen), wie die Gitarristen in ihrem Werk aufgehen, wie sie mit dem Rhythmus mitgehen und sinnbildlich zwischen Gitarre und Artist einen Dialog, etwas Gemeinsames entsteht.
Die Gitarrenkünstler gehen voll aus sich heraus, schliessen die Augen, verzehren Gesicht, lassen Mimik sprechen; vergessen das «Hier und Jetzt» und driften ab in eine «andere Dimension».
Zeitgleich bleiben sie stets in Bewegung, gehen imaginär mit dem Spielrhythmus mit, die Finger arbeiten sich zeitgleich und in scheinbarer Blitzgeschwindigkeit über die sechs Saiten und das Griffbrett vor- und zurück.

Starten wir in dieser Serie nun mit dem Gitarristen Neal Schon und dessen Song «Who’s Crying now» während der Livedarbietung 1981 in Houston, Texas, anlässlich der damaligen «Escape-Tour». Neal ist nicht nur der Leadgitarrist sondern war auch eines der Gründungsmitglieder AOR-Band Journey.

«The heavy guitars are the ones that sound good.
They are not that comfortable, but they do sound great.»
(Neal Schon, Founder & Guitarplayer of Journey)

Der Song in der Live-Version ist von Beginn bis zum Ende ein einzigartige und meisterhafte Interpretation. Wie Neal mit seiner blutroten Gitarre ab Spielminute 3:27min. beginnt sich in das Solo einzuleben, die Gestik, die Bewegungen, der Slide über das Griffbrett.
Dann ab Minute vier: Sound, Instrument und Künstler werden nun völlig zu einer Einheit verbunden – alles ist stimmig und harmoniert bis zum letzten Takt.

Auch wenn es hier primär um Gitarrensolos geht, gerade bei diesem Stück und dieser Performance liegt der Fokus immer wieder auf dem Keyboard, welches bereits zu Beginn im Mittelpunkt steht durch das Intro – und natürlich diese typische Steve Perry Stimme und dessen Aura. Die ganze Livedarbietung ist schlicht magisch.

Fact:
Neal Schon schloss sich bereits 1971 der «Santana Blues Band» an und tourte mit Carlos Santana um die Welt. Zugunsten von Santana schloss Schon sogar ein Gitarrenangebot von Eric Clapton aus. Zwei Jahre später – 1973 –  gründete Neal Schon seine eigene Band: Journey!