Als Teil des Soundtracks „Sound City: Real to Reel“ veröffentlichte Stevie Nicks 2013 den Song „You Can’t Fix This“ – ein düsteres, eindringliches Werk, das weit über eine blosse Rock-Ballade hinausgeht.
Begleitet wurde Nicks dabei von einem Trio der Foo Fighters: Dave Grohl (Gitarre), Taylor Hawkins (†2022, Schlagzeug) und Rami Jaffee (Keyboards). Gemeinsam erschufen sie ein Stück, das Schmerz, Verlust und Reue auf eine intensive, fast schon kathartische Weise hörbar macht.

«Ein musikalischer Abgrund aus Schmerz und Erkenntnis»

Metaphorisch beschreibt Nicks in ihrem Text den „Teufel“, der für Drogen, Versuchung und Selbstzerstörung steht – sie singt von Menschen, die „mit dem Teufel tanzen“ und sich dabei selbst verlieren; „You Can’t Fix This“ Themen wie Verlust, Schuldgefühle, Freundschaft und die Zerbrechlichkeit des Lebens – dieses persönliche Trauma zieht sich wie ein roter Faden durch den Song – spürbar in jeder Zeile, in jedem gebrochenen Ton.
Die Zeilen wirken wie ein eindringlicher Appell und zugleich wie ein Eingeständnis: Es gibt Wunden, die sich nicht heilen lassen – you can’t fix this.

YouTube Video by: Jim Miller

Der Song entfaltet seine Kraft nicht durch laute Töne, sondern durch seine bedrückende Ehrlichkeit. Er ist ein musikalisches Bekenntnis zur Realität des Verlusts, zur Macht der Sucht und zur menschlichen Ohnmacht gegenüber dem Unveränderlichen.

Nicks’ unverkennbar raue und verletzliche Stimme, die sich über ein schweres, melancholisches Klangfundament legt wird ergänzt durch Grohls verzerrte Gitarrensound welcher eine bedrohlich dichte Atmosphäre webt, während Hawkins’ präzises, aber zurückhaltendes Schlagzeugspiel die innere Spannung des Songs stetig aufrechterhält. Die sphärische Keyboardflächen verleihen dem Stück zusätzlich eine fast geisterhafte Tiefe – als würde man durch die Schatten einer verlorenen Erinnerung wandern.

Mit dem Song beweist Stevie Nicks einmal mehr, dass sie zu den wenigen Künstlerinnen gehört, die Schmerz nicht nur besingen, sondern fühlbar machen können. Unterstützt von Grohl, Hawkins und Jaffee entsteht ein Werk, welches die tiefsten Abgründe des modernen Lebens höhr- und fühlbar machen.

Fact:
Die Inspiration für das Lied fand Stevie Nicks im tragischen Tod ihres 18-jährigen Patenkindes Glen B. Parrish Jr., der an einer Überdosis starb. 

Titelbild: Fleetwood Mac News

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