Die Talkbox – Musikalisches Markenzeichen und Highlight aus Peter Framptons Livedarbietung «Show me the way» ist mehr als nur ein Effektgerät – sie verleiht dem Instrument eine „menschliche Stimme“. Dadurch entsteht eine direkte emotionale Verbindung zwischen Musiker und Zuhörer. Viele ikonische Rocksongs sind ohne die Talkbox kaum denkbar. Seit den 80er Jahren bleibt sie ein unverwechselbares Symbol für kreativen Gitarrensound.

Die Talkbox ist ein besonderes Zusatzinstrument, das vor allem in der Rock- und Funkmusik eine wichtige Rolle spielt, ist eng mit der E-Gitarre – teilweise aber auch mit Keyboards und anderen elektronischen Instrumenten – verbunden.
Besonders in den späten 70er- sowie den 80er-Jahren trug sie entscheidend dazu bei, markante Klangfarben und „sprechende“ Gitarrensounds in die populäre Musik einzuführen.

Eine Talkbox besteht im Kern aus einem kleinen Lautsprecher, der in ein geschlossenes Gehäuse eingebaut ist. Von diesem Lautsprecher führt ein durchsichtiger Plastikschlauch in den Mund des Musikers. Wenn der Musiker sein Instrument spielt, wird der Klang durch den Schlauch in den Mund geleitet.
Der Mundraum wirkt dann wie ein Resonanzfilter – ähnlich wie beim Sprechen. Durch Formung von Vokalen und Konsonanten kann der Musiker den Klang formen, sodass die Gitarre scheinbar „spricht“ oder „singt“. Ein Mikrofon nimmt die modulierten Klänge anschliessend auf und verstärkt sie.

Die Ursprünge der Talkbox gehen auf die 1930er-Jahre zurück. 1971 baute der Gitarrist Bob Heil ein kommerzielles Modell für Joe Walsh und später Peter Frampton. Mit diesem Bausatz begann der Siegeszug der Talkbox in der Rockmusik.

Die Talkbox ist ein technisches Hilfsmittel, das Musikgeschichte geschrieben hat. Musiker wie Joe Walsh, Peter Frampton, Aerosmith und Bon Jovi machten sie zu einem Markenzeichen des Rock. 
Ihre Fähigkeit, Instrumente „sprechen zu lassen“, verleiht der Musik eine einzigartige Ausdruckskraft, die noch immer – bis heute – fasziniert.
Gerade Musiker welche in den 1980er Jahren gross geworden sind, wie David Gilmour, mit Pink Floyd, oder der Guns N Roses Gitarrist Slash greifen auch heute noch gerne zum Plastikschlauch um ihre Instrumente mit zusätzlichem Gesang wirken zu lassen.

Fact:
Einige Musiker haben die Talkbox massgeblich populär gemacht:

Joe Walsh (The Eagles)
Mit dem Song “Rocky Mountain Way” (1973) zeigte Walsh erstmals eindrucksvoll die Möglichkeiten der Talkbox im Rock.

Peter Frampton
Sein Live-Album “Frampton Comes Alive!” (1976) machte die Talkbox weltberühmt. Besonders die Songs “Do You Feel Like We Do” und “Show Me the Way” sind Paradebeispiele für ihren Einsatz.

Aerosmith
In “Sweet Emotion” (1975) nutzte Joe Perry die Talkbox für den ikonischen Einstieg.

Bon Jovi
In den 1980er-Jahren verhalf Richie Sambora der Talkbox mit “Livin’ on a Prayer” (1986) erneut zu grosser Popularität.

David Gilmour (Pink Floyd)
Zeigte während der PULSE-Tournee auf eindrückliche Weise, wozu eine Talkbox fähig ist – Der Song «Keep Talking» gilt als Paradebeispiel für die Verwendung in den 90er Jahren.

Slash (Guns N Roses)
Auch der Gitarrist der Rockband Guns N Roses greift in seiner Interpretation von «Papa was a rolling stone» auf seinem Solo-Blues-Album zum Plastikschlauch.

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