Das Salzhaus Winterthur erwies sich am Freitag, 10. April 2026, als ideale Location für den Auftritt der Tribute-Band The Doors Alive. Die intime Atmosphäre nahm die Besucher mit auf eine eindrucksvolle Zeitreise – man fühlte und erlebte, wie Musik einst in den legendären Szenen von Topanga Canyon oder Laurel Canyon zelebriert wurde.

Bereits mit dem ersten Song wurde klar, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Coverband handelt. Die britische Formation ist bekannt dafür, das Lebensgefühl eines echten Doors-Konzerts nahezu originalgetreu zu reproduzieren – inklusive Improvisationen variabler Setlists und dies mit originalem Vintage-Equipment zur authentischen wiedergeben.

Die Band brachte den Sound und Geist der späten 1960er-Jahre eindrucksvoll zurück auf die Bühne. Allen voran Sänger Mike Griffioen, der Jim Morrison nicht nur stimmlich, sondern auch visuell mit verblüffender Präzision verkörperte. Mit nahezu perfektem Gesang und intensiver Bühnenpräsenz versetzte er das Publikum direkt in die Ära der „Love Street“ im Laurel Canyon – inklusive imaginärer Abstecher in legendäre Orte wie Barney’s Beanery oder das ehemalige Topanga Corral. Spätestens bei „Roadhouse Blues“ wurde klar: Der Geist der Doors lebte an diesem Abend im Salzhaus weiter.

Nebst dem Frontmann überzeugte auch Norbert Varga am Keyboard, der den unverkennbaren Stil von Ray Manzarek authentisch zelebrierte. Seine prägnanten Orgelklänge verliehen den Songs jene charakteristische Tiefe, die den Sound von The Doors seit jeher ausmacht.

Sie spielten sie alle – die grossen Klassiker der Doors: „L.A. Woman“, „Riders on the Storm“, „The Crystal Ship“ und „Light My Fire“ sorgten für Begeisterung im Publikum. Besonders beeindruckend war dabei die Spielfreude der Band: Ausgedehnte instrumentale Passagen, Improvisationen und Soli machten jedes Stück zu einem eigenständigen Erlebnis und verliehen dem Konzert eine lebendige, unvorhersehbare Dynamik.

Den krönenden Abschluss bildete das epische „The End“, das sich über beinahe 25 Minuten erstreckte. Mit diesem intensiven Finale beendeten die vier Musiker nach rund zwei Stunden Spielzeit eine eindrucksvolle und mitreissende Show.

Die Band schaffte es, das musikalische Erbe der Doors nicht nur zu reproduzieren, sondern live neu erfahrbar zu machen. Ein dichter, atmosphärischer Konzertabend, der eindrucksvoll zeigte, warum diese Musik auch über 50 Jahre später nichts von ihrer Faszination verloren hat.

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