Slash (Hallenstadion Zurich 2024) - (Photo: artBLVD21-Photography.com)

S L A S H – Fünf Buchstaben sind als Wort ein Inbegriff für die Rockwelt, nicht nur mit Ur-Band Guns n’ Roses, auch mit seinen Soloprojekten wie Velvet Revolver, Slashs Snakepit oder aktuell zusammen mit Myles Kennedy and the Conspirators zeigen es; ein wahrer und einzigartiger “Guitar-Hero” seinesgleichen.

Markenzeichen sind seine schwarzen Locken, eine Sonnenbrille, der Zylinder und die typische Gibson «Les Paul» Gitarre.

Seine Gitarrensolis sind mittlerweile weltweit sein Markenzeichen. Ob beim Gunners-Klassikern wie “Rocket Queen”, “November Rain” oder das aus Langweile entstandene Intro zu “Sweet Child O’Mine”; egal was und mit wem – wenn Slash zur Gitarre greift, wird Gitarrengeschichte geschrieben und Rocksongs zu Meilensteine; alleine wegen den Gitarrenparts – wie auch den dazugehörigen Liveshows.

Man kann es sehen und noch viel mehr fühlen, greift der schwarzhaarige Musiker in die Seiten, driftet man ab, geht mit, spürt die Vibes der sechs Saiten – der Protagonist hüllt sich zusammen mit Gitarre, Riffs und Licks in seine eigene Welt, seine Finger verarbeiten gekonnt jede Tonlage während er beiläufig mit dem Fuss sein Wah-Wah bearbeitet, sich ab und zu einer Talkbox zuwendet und somit Sound-Konstellationen generiert, dass dem Zuhörenden beinahe schwindlig wird.

Youtube Clip by: Moshcam

Es müssen aber nicht immer hochkomplexe Solis sein. Der “Appetit for Destruction”-Albumklassiker “Nightrain” ist hierfür ein sehr gutes Beispiel. Wie Slash mit seiner Gitarre den Part, den Drive des Songs ansteuert; besonders gut sieht man dies jeweils in den Live-Gigs, wenn der Musiker von links nach rechts rennt, sein – im Kreis verlaufendes – Tänzchen aufführt und somit der Song so richtig Fahrt aufnimmt und ab geht.

Ein weiteres, nahezu perfektes Beispiel gefällig? Sicherlich seine Interpretation – und vor allem in einer live Darbietungen – seines Songs „Anastasia“ aus seinem 2012 veröffentlichten Album «Apocalyptic Love». Was doch eher gemächlich – schon fast zurückhaltend – beginnt, endet nach knappen neuen Minuten in einer wahren Ekstase an purer Spielfreude an dem sechssaitigen Instrument.

Youtube Clip by: Moshcam

Dass er mit seinem Äussern längst ein Markenzeichen darstellt – klar, Zylinder, Sonnenbrille und Locken gehören dazu – ist für Slash zweitrangig; Slash liebt es zu spielen, zu improvisieren, zu unterhalten, es ist seine Passion seit jungen Jahren und die lebt er mit zunehmend mit Alter mehr und mehr aus.

Ein Beweis dafür ist auch sein Blues-Album, welches im Mai 2024 erschienen ist. Zusammen mit hochrangigen Musikern hat er das Album “Orgy of Damned” mit 12 starken Blues-Coverversionen aufgenommen. Starke Stimmen und Interpretationen sind entstanden, Slash’s Spielsinn und -Freude an den sechs Saiten hört der Zuhörende bei jedem Stück raus und fühlt es wieder und wieder: die Passion von Slash und die Vibes seiner geliebten Les Paul.