Privatdetektive, ein schwimmendes Hauptquartier, ein pinker Helikopter und fast jede Woche ein neuer Fall: „Trio mit vier Fäusten“, im Original schlicht „Riptide“, gehört zu jenen US-Serien, die heute wie eine kleine Zeitreise in die goldene Ära der amerikanischen TV-Unterhaltung wirken.
Zwischen 1984 und 1986 entstanden drei Staffeln mit Total 56 Episoden für den Sender NBC und dessen Detektiv- und Krimiserie.
Im Mittelpunkt stehen Cody Allen (Perry King), Nick Ryder (Joe Penny) und Murray „Boz“ Bozinsky (Thom Bray). Cody und Nick sind ehemalige Vietnam-Veteranen, die an der kalifornischen Küste eine Privatdetektei betreiben. Unterstützt werden sie von ihrem alten Freund Murray, dessen Spezialgebiet weniger Faustkämpfe als vielmehr Computer, Elektronik und technische Improvisation sind.
Ihr Arbeitsplatz könnte kaum typischer für das Fernsehen jener Zeit sein: Statt eines nüchternen Büros dient Codys Boot, die „Riptide“, als schwimmendes Hauptquartier. Von dort aus führen die Fälle hinaus in Häfen, Villenviertel, auf Highways und entlang der sonnigen Küste Südkaliforniens.
Und wenn es besonders schnell gehen muss, kommt Nicks legendärer, etwas altersschwacher Helikopter „Screaming Mimi“ zum Einsatz.
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Doch „Riptide“ war weit mehr als eine klassische Krimiserie. Es war dieses unverwechselbare Lebensgefühl: Sonne über Kalifornien, Boote im Hafen, Hawaiian Shirts, schnelle Autos, Hubschrauber, lockere Sprüche und drei Freunde, die sich auch dann aufeinander verlassen konnten, wenn der nächste Fall längst ausser Kontrolle geraten war.
Aus heutiger Sicht gehört „Trio mit vier Fäusten“ damit zu jener Generation amerikanischer Detektiv- und Actionserien, deren Stil auch noch weit in die 1990er-Jahre hinein nachwirkte. Serien dieser Ära lebten weniger von düsteren Antihelden oder komplexen, staffelübergreifenden Geschichten als von klar gezeichneten Figuren, wiederkehrenden Schauplätzen und dem Versprechen, dass nach rund 45 Minuten die Welt zumindest ein klein wenig wieder in Ordnung gebracht war.
Fun Fact:
Peter Carpenter und Mike Post stecken hinter der legendären Titelmusik. Letzterer ging gemeinsam mit Micky Dolenz von den Monkees und dem Schauspieler Tom Selleck (TV-Serie «Magnum») zur Schule.
Mike Post war nebst weiteren bekannten Kompositionen für Film und Fernsehen wie «The A-Team», «Dr. Quinn», «Law & Order» oder «Magnum» auch als Produzent für die Produktion des Van Halen-Albums «Van Halen III» (1998) verantwortlich.

