Wer im Mai oder Juni zum ersten Mal die Strände von Santa Monica oder Venice Beach besucht, erlebt oft eine Überraschung. Statt Postkartenhimmel, Palmen und Sonnenschein präsentiert sich die kalifornische Küste häufig in einem grauen Schleier. Die Einheimischen kennen dieses Wetterphänomen seit Jahrzehnten unter den Namen „May Gray“ & „June Gloom“.

Verantwortlich dafür ist die sogenannte Marine Layer – eine feuchte, kühle Luftschicht über dem Pazifik. Während sich das Landesinnere Kaliforniens bereits stark erwärmt, bleibt das Meer noch vergleichsweise kalt.
Dadurch bilden sich tiefe Wolken und Nebelfelder, die nachts und in den frühen Morgenstunden über die Küste ziehen.

Besonders rund um Santa Monica und Venice Beach kann der Himmel bis weit in den Vormittag hinein grau bleiben. Oft kämpft sich die Sonne erst gegen Mittag durch die Wolkendecke, manchmal bleibt es sogar den ganzen Tag kühl und bedeckt.

Für viele Südkalifornier gehört der „June Gloom“ genauso zum Frühsommer wie die Palmen entlang des Pacific Coast Highway in Santa Barbara oder Malibu.
Und wer Geduld mitbringt, wird meist belohnt: Sobald sich die Wolken auflösen, zeigt sich die Küste wieder von ihrer berühmten sonnigen Seite.

Headphoto by: Livecam Venice V Hotel

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