Im beinahe ausverkauften Festsaal des Kaufleuten in Zürich zeigte Joanne Shaw Taylor – ihr erstes Konzert an dieser Location – eindrücklich, weshalb diese Location als idealer Rahmen für ihr Schaffen gelten darf. Die intime Atmosphäre – eine gelungene Mischung aus Bar und Live-Club – schuf Nähe und förderte die spürbare Interaktion zwischen der britischen Sängerin und Gitarristin und dem aufmerksamen Publikum.
Mit ihrer kraftvollen, soulgetränkten Stimme und einem virtuosen, zugleich erdigen Gitarrenspiel spannte die Musikerin mühelos den Bogen zwischen Blues, Americana, Indie-Rock und Retro-Pop. Immer wieder öffnete sie ihre Songs für improvisierte Passagen und ausgedehnte Soli, die nicht nur technisches Können, sondern vor allem musikalische Reife und Ausdrucksstärke offenbarten – ihre Live-Solos geniessen längst Kultstatus.
Obwohl im vergangenen Sommer ihr neues Album „Black & Gold“ (VÖ: 06/2025) erschienen ist, setzte die Musikerin im Set spürbar stärker auf ihre etablierten Songs, die vom Publikum mit sichtbarer Begeisterung aufgenommen wurden. Mit einer gehörigen Portion Blues und Soul rockte sie den Saal und erinnerte daran, warum ihr internationaler Durchbruch – entdeckt bereits mit 16 Jahren von Dave Stewart (Eurythmics) – alles andere als Zufall war.
Ein intensiver Konzertabend, der Nähe, Energie und musikalische Klasse vereinte – und noch lange nachklingen wird.
Setlist:
In The Mood / Hell Of A Good Time / Sweet Lil Lies / Two Time / Dying To Know / Wicked Soul / Grayer Shade Of Blue / Look What I’ve Become / Summertime / Wanna Be My Lover / Diamonds In The Dirt / Wild Is The Wind / Black Magic / Watch Em Burn / Change of Heart & Stop Messin (Encores)
ohne Gewähr, zumal die Setlist kurz vor Konzertbeginn nochmals ausgetauscht wurde.

