I say «na, na, na, na, na, na»
(Hurricane)

01 | Reports

Los Angeles, Ende der Achtziger: Der Sunset Strip ist das Epizentrum für Haarspray, Lederjacken und Gitarrenriffs, die mehr Attitüde haben als ein ganzer Cadillac-Konvoi.
Mitten in diesem brodelnden Hexenkessel tauchte Hurricane auf – eine Band, die sich ihren Platz zwischen Größen wie Ratt, Dokken oder Motley Crüe erspielte. Und genau hier entstand 1988 ein Song, der bis heute wie eine Faust aus dem Rückspiegel knallt: „I’m On to You“.

YouTube Video by: JuanXen

Der Track hat alles, was man von einem echten Strip-Hymnus erwartet: treibende Riffs, ein Refrain mit „Na-na-na…na-na-na“-Hook, die man nach zwei Buds lauter mitsingt, als man sollte – und Vocals, die den Spirit der Szene perfekt einfangen.
Kein Wunder, schließlich stand mit Kelly Hansen ein Sänger am Mikro, der später als Frontmann von Foreigner Stadien füllen sollte.

Das dazugehörige Album Over the Edge wurde nicht nur Hurricanes erfolgreichste Platte, sondern gilt bis heute als unterschätzter Klassiker der L.A.-Metal-Ära.

I’m On to You“ ist mehr als nur ein Song – es ist ein Stück Strip-Geschichte, das immer noch nach offenen Autofenstern, Neonlichtern und Nächten schreit, die niemals enden sollten. Wer das Wochenende einläuten will, dreht den Regler nach rechts und lässt sich von diesem Ohrwurm direkt zurück auf den Sunset Boulevard katapultieren.

Fact:
Und als wäre das nicht schon genug Rock’n’Roll-DNA, mischte später auch Gitarren-Virtuose Doug Aldrich bei Hurricane mit seinen sechs Saiten mit;  der Mann, welcher später bei Whitesnake und Dio noch mehr Gitarrenmagie in die Welt hinausblies.

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