Nach den gefeierten Solo-Tourneen von Sänger Myles Kennedy (2024) und Gitarrist Mark Tremonti (2025) war die Erwartungshaltung hoch – und sie wurde erfüllt. Alter Bridge sind zurück: lauter, stärker und emotionaler denn je. Im Gepäck haben sie ihr achtes Studioalbum, das sie am 09.01. veröffentlichten und selbst betitelt den Namen der Band trägt.
Knapp 4500 Fans pilgerten an diesem Donnerstagabend nach The Hall, um Myles Kennedy, Mark Tremonti, Scott Phillips und Brian Marshall auf ihrer aktuellen Europa-Tour live zu erleben. Gitarrenrock vom Feinsten zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Abend. Besonders das typische, präzise Tremonti-Shredding stellte ohne Zweifel eines der absoluten Highlights während jeder Liveperformence dar.
Alter Bridge präsentierten ein starkes, ausgewogenes Set: neue Songs vom aktuellen Album trafen auf altbekannte Klassiker aus über 20 Jahren Bandgeschichte. Ein sichtlich gut gelaunter Myles Kennedy führte souverän durch den Abend, stimmlich wie emotional auf höchstem Niveau. Die passende Lichtshow unterstrich die musikalische Darbietung und machte das Konzert zu einem rundum audiovisuellen Vergnügen.
Setlist Alter Bridge:
Silent Divide / Addicted To Pain / Cry Of Achilles / Sin After Sin / Ghost Of Days Gone By / Burn It Down / Open Your Eyes / Fortress / Broken Wings / Tested And Able / Watch Over You / Rise Today / Metalingus / Blackbird / Isolation
Sevendust & Daughtry (Support Acts)
Der Abend startete pünktlich um 19:00 Uhr mit den hochkarätigen Special Guests Sevendust und Daughtry.
Sevendust, die US-amerikanische Metal- und Rockband aus Atlanta, die bereits seit 1997 im Geschäft ist, lieferten ein solides, rund 40-minütiges Set ab. Mit ihrer energiegeladenen Performance gelang es ihnen schnell, die Stimmung im Saal anzuheizen. Ein einmal mehr polarisierendes visuelles Highlight war Drummer Morgan Rose, der mit seinem markanten Masken-Make-up sofort ins Auge stach.
Als zweite Supportband betraten Daughtry die Bühne und brachten nochmals deutlich mehr Power in die Halle. Frontmann Chris Daughtry überzeugte nicht nur durch seine markante Stimme, sondern auch durch seine imposante Erscheinung: muskulös, beinahe vollständig tätowierte Arme, umgehängte Gitarre und eine starke Bühnenpräsenz. In etwas mehr als einer Stunde Spielzeit schaffte es die Band, das Publikum optimal auf den Headliner Alter Bridge einzustimmen – mit spürbarem Charisma und hohem Energielevel.

